Als perfekt vorbereiteter Winterurlauber konnte ich dann auch den abschließenden Après-Ski in der Skihütte besonders gut genießen.

Die drei Wochen in Platak waren einfach unvergesslich. Als Extremsportler konnte ich mich beim Eisklettern, beim Free-Riding und beim Schlittenfahren so richtig austoben. Und da ich auch ein Liebhaber der Einsamkeit und der Natur bin, unternahm ich eine Wanderung auf Schneeschuhen durch die verschneite Landschaft abseits der Menschenmassen.

Dann zog es mich als erfahrenen Skifahrer natürlich auf den lockeren Pulverschnee, und da ich auch ein Snowboard-Ass bin, war mir die allgemeine Aufmerksamkeit gewiss, als ich auf Schneebrettlawinen ins Tal glitt. Darüber hinaus genoss ich ein Picknick auf der Piste, Skifahren bei Flutlicht und ein leckeres von Starköchen zubereitetes Abendessen in einer urigen Skihütte. Die Zeit verging fiel zu schnell, und meinen alten Freund Jan N. sah ich erst wieder beim Check-in am Flughafen. Er hatte ein blaues Auge und einen eingegipsten Arm.

Ich musste gar nicht nachfragen, was passiert war, denn Jan plapperte sofort los: Er hatte in einer Hafenkneipe ein paar neue Freundschaften geschlossen und war dann mit seinen neuen Kumpels im Hafengebiet von Rijeka im Mietboot herumgedüst.

Da es aber so kalt und dunkel war, enterten sie spontan eine Yacht, aus der laute Musik drang. Leider seien Jan und seine Kumpels auf der Party gar nicht so erwünscht gewesen, was kurze Zeit später in einer Massenschlägerei und einer vollkommen verwüsteten Yacht endete.

Jan musste das Wochenende in einer Zelle auf dem Polizeirevier verbringen, und eigentlich musste er dort wieder zurück; er hatte nur kurz Freigang bekommen, um ein paar Unterlagen zu holen, was er natürlich nutzte, um seine Sachen zu packen und schnell noch den Flieger zu erwischen. Ich wusste schon, warum ich Jan in diesen drei Wochen nicht vermisst hatte.

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